Mediennutzung im Familienalltag: Zwischen “i-Screens” und “We-Moments”

Folgende Informationen wurden von der IP Deutschland GmbH, einem Vermarktungsunternehmen unter dem Dach der RTL Mediengruppe, zur Zielgruppenanalyse zwecks Werbeschaltung zusammengetragen.

Fernsehen ist in der kindlichen Medienwelt nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt und gewinnt im fragmentierten Familienalltag sogar noch an Bedeutung. Smartphone, Tablet und Computer ziehen Kinder magisch an und bieten ihnen faszinierende Möglichkeiten. Umso stärker wird dadurch das Bedürfnis nach Entlastung und Ritualen. Die meist individualisierte Nutzung der neueren Geräte, der “i-Screens”, macht den gemeinsamen Familien-Fernsehabend, den “We-Moment”, besonders kostbar.

Diese Erkenntnisse kommen direkt aus den Familien. Mit einer neuartigen Methode haben die Forscher von Rich Harvest die Mediennutzung praktisch miterleben dürfen. Erstmalig haben 22 digital ausgestattete Familien selber drei Tage lang mit Kameras aufgezeichnet, wie sie im Alltag Tablet, Smartphone, Computer und Fernsehen nutzen. Über 100 Stunden Videomaterial wurden ausgewertet. “Erstaunlich, wie viele Gemeinsamkeiten wir in den sehr unterschiedlichen Familien gefunden haben. Die Geräte haben jedes eine ganz bestimmte, klare Rolle bei den Kindern, egal bei welchem Familientyp oder in welcher Bildungsschicht.”, sagt Alissa Steierl von Rich Harvest. “Überrascht waren wir von der sehr prägnanten Rolle des Fernsehens in allen Familien, die wir besucht haben.”

Fernsehen schenkt Kindern die “We-Moments” mit der Familie und dient im stressigen Alltag als Entspannungsmedium und Aufladestation für Körper und Geist. Kinder sind sich einig: “Fernsehen macht einfach Spaß, am liebsten gemütlich auf dem Sofa oder im Bett mit Eltern oder Geschwistern.”

Bei den individuellen Screens, den “I-Screens” sieht es ganz anders aus. Für Kinder ist entscheidend, dass das jeweilige Gerät ihr ganz bestimmtes Bedürfnis befriedigt. Das Smartphone ist die mediale Snackbar der Kinder. Der besondere Reiz schon für kleinere Kinder: gelegentliche Nutzung, kurzfristig und unterwegs zum Überbrücken von Wartezeiten. Breiter wird die Smartphone-Nutzung erst, wenn die Kinder auf die weiterführende Schule wechseln und steht dann neben “Entertainment-Snacking” für Kommunikation und Musik. Es wird erster Ausdruck der medialen Identität.

Beim Tablet haben schon die kleineren Kinder die ganze Welt an ihrer Fingerspitze. Für die Kinder hat es eine enorme Faszinationskraft, sie können selbständig aussuchen, was sie sehen und spielen möchten nutzen und dürfen es auch. Eltern sind oft erschreckt, wie gut die Kinder mit dem Tablet umgehen und fürchten die Kontrolle zu verlieren.

Der Computer oder Laptop ist für die Kinder Spieleparadies und Informationsquelle gleichermaßen. Auf der einen Seite Arbeitsgerät für Schularbeiten oder als Lernprogramm, oft mit den Eltern zusammen genutzt, auf der anderen Seite dient der Computer zur Zerstreuung beim Spielen oder Chatten mit Freunden.

Aber nicht alle Kinder haben immer Zugang zu dieser Medienvielfalt: Eltern unterscheiden sehr genau, wo ihre kleinen Lieblinge sich aufhalten und regulieren danach den kindlichen Medienkonsum: sicher muss es sein, kindgerecht und alltagstauglich. TV ist bei den Eltern im höchsten Maße akzeptiert und wird weniger restriktiv reguliert als die Nutzung der mobilen Endgeräte, insbesondere der internetfähigen.

Wie sieht es Euren Familien aus? Könnt die Ergebnisse der Studie bestätigen?

Quelle: IP Deutschland GmbH