Musik-Tipp: Lianne La Havas “Blood”

Sommer 2015. Draußen hat es über 30 Grad. Ihr seid in Urlaubsstimmung und sucht einen Soundtrack für die heißen Tage? Dann hätte ich hier vielleicht etwas für Euch: Die Dame nennt sich Lianne La Havas und ist die Tochter einer Jamaikanerin und eines Griechen. Die gebürtige Londonerin hat vor kurzem ihr zweites Album “Blood” veröffentlicht.

Zu ihren musikalischen Vorbildern zählen Lauryn Hill, Jill Scott und Mary J. Blige. Im Juli 2012 erschien ihr Debütalbum “Is Your Love Big Enough?”, das für den Mercury Music Prize nominiert und als “iTunes Album of the Year” ausgezeichnet wurde. Die Zeit bis zum zweiten Album “Blood” überbrückt Havas mit Gastbeiträgen bei Alt-J (“This Is All Yours”), Prince (“Art Official Age”) und Aqualung (“10 Features”).

Auf “Blood” verknüpft sie ihre leise Gitarre und verspielte Keyboardbläser mit ihren jamaikanischen und griechischen Wurzeln. Herausgekommen ist ein Mix aus Neo-Soul, Elektronik, Jazz und Rock. Sogar unterschwelliger Dub und Funk sind herauszuhören. Mit dieser Mixtur aus tollem Gesang und musikalischer Vielfalt versucht die Britin, ihren ganz eigenen Sound zu erschaffen, was ihr leider nicht immer gelingt. Die meisten Songs auf “Blood” schrieb Havas gemeinsam mit ihrem Kumpel Matt Hales, der als Aqualung Folkpop-Lieder verfasst und singt. Die Songs des Albums drehen sich thematisch um Abschiede und die Erholung von bitterster Liebesenttäuschung.

Für warme Sommertage ist ihr zweites Album auf jeden Fall eine Empfehlung wert.