TrekStor SurfTab wintron 10.1 pure im Test

Wie bereits zur Markteinführung vorgesehen, habe ich mir für Euch das SurfTab wintron 10.1 pure von TrekStor angeschaut. Das Gerät wurde mir freundlicherweise vom Hersteller für sechs Wochen zu Testzwecken zur Verfügung gestellt, damit ich es auf Herz und Nieren prüfen konnte.

Äußerlichkeiten

Schon auf den ersten Blick wirkt das SurfTab wintron 10.1 pure wie ein grundsolides Stück Technik. Die Front des 10-Zöllers hinterlässt einen schlichten Eindruck. Das Displayglas nimmt die ganze Front ein und ein dicker schwarzer Rahmen bildet den Abschluss. Außerdem findet man eine 2 Megapixel-Frontkamera und am unteren Rand den kapazitiven Windows-Button vor.

Die Rückseite des wintron 10.1 wurde von TrekStor mit einer schwarz-geriffelten Plastikoberfläche versehen. Dadurch entstehen beim Halten keinerlei Fett-Schlieren und Fingerabdrücke und das Tablet droht nicht so schnell aus der Hand zu gleiten. Dem guten Handling ist es letztendlich auch zu verdanken, dass sich das etwas schwere SurfTab wintron 10.1 pure trotz seinen 565 Gramm bequem halten lässt. Hinten links und rechts sind noch die Stereolautsprecher platziert. Zusätzlich befindet sich auf der Rücksteite die Hauptkamera mit fünf Megapixeln.

Hardware-Ausstattung

Hardwareseitig integriert TrekStor beim SurfTab wintron 10.1 pure eine attraktive Ausstattung. Hier finden sich für gerade einmal 260 Euro ein Intel Atom Quad-Core-Prozessor (Z3735F) mit bis zu 1,83 Gigahertz und zwei Gigabyte DDR3 Arbeitsspeicher. Dazu gesellt sich ein HD Grafikprozessor von Intel. Der interne Speicher liegt bei 32 Gigabyte, dieser lässt sich um bis zu 128 Gigabyte per microSD erweitern. Als Betriebssystem kommt ein vollwertiges Windows 8.1 mit Bing zum Einsatz.

Für meinen Geschmack kann man beim Preis-Leistungs-Verhältnis wenig Kritik üben. Das wintron 10.1 bewältigt alle Aufgaben, die ein Windows-Tablet erfüllen sollte, mit Bravur. Vom Schreiben mit Word, über das Erstellen von PowerPoints, bis hin zum Spielen von anspruchslosen 3D-Games klappt hier alles wunderbar.

Das Tablet bleibt dabei meist angenehm kühl und erhitzt nicht übermäßig. Abläufe wie das Öffnen von Apps oder von Programmen im Desktop-Modus bewältigt das wintron 10.1 pure innerhalb von Sekunden.

Anschlüsse

Die Ausstattung mit Anschlüssen gestaltet sich beim SurfTab ebenfalls ausreichend. Maus und Tastatur verbinden sich bei der Nutzung des Tablets als Mini-Laptop am besten via Bluetooth 4.0. Weitere USB-fähige Produkte wie USB-Sticks oder HDMI-Adapter lassen sich über den vollwertigen USB 2.0 Port anschließen. Ein Micro-USB-Port fungiert als Eingang für das Ladekabel.

Zusätzlich verfügt das SurfTab wintron 10.1 neben dem Slot für microSD-Karten noch über einen Kopfhörereingang und einen Mini-HDMI-Ausgang, um das Gerät an einen externen Monitor, Fernseher oder Beamer anschließen zu können. Auf der Oberseite des Gerätes findet man die Power- und Lautstärkentasten, alle Anschlüsse (außer dem Keyboard-Connector, siehe weiter unten) sind auf der linken Seite untergebracht.

Display

Wer im unteren Preissegment eine schwache Ausstattung erwartet, der wird vom Display des SurfTab Wintron 10.1 überrascht sein. Das 10-Punkt-Multitouch IPS-Display kommt bei 10 Zoll auf eine HD-Auflösung mit 1280 mal 800 Pixeln. Das ist nicht Full-HD, aber noch ausreichend, um nur beim genauen Hinsehen feine Pixelabstufungen erkennen zu können. Dabei gibt sich der Widescreen-Bildschirm als äußerst blickwinkelstabil und farbenreich.

Mit Sonneneinstrahlung kommt das Wintron 10.1 weniger gut zurecht. Hier stört vor allem das spiegelnde Displayglas. Auch die maximale Helligkeit des Wintron 10.1 ist nicht ideal und könnte gerne etwas stärker ausfallen.

Ebenfalls zu beachten: Das Display des Wintron 10.1 wurde nicht mit kratzfestem Gorilla Glass überzogen. Wer Kratzern also vorbeugen möchte, sollte auf eine Schutzfolie zurückgreifen.

Kameras

Für immer noch akzeptable Bildergebnisse sorgen die beiden Kameras des TrekStor SurfTab Wintron 10.1. Die Wahl einer 5 Megapixel Rückkamera und einer 2 Megapixel Frontkamera ist für kleine Schanppschüsse und Videotelefonie via Skype mehr als ausreichend. Ein LED-Blitz ist nicht vorhanden.

Im Klartext heißt das: ich habe Schlimmeres erwartet. Bei der Rückkamera können zudem noch einige Zusatzfeatures wie ein manueller Fokus und eine manuelle Regelung der Belichtung genutzt werden – keine Selbstverständlichkeit in dieser Preiskategorie.

Zubehör

Neben einem USB-Ladekabel, Netzteil und Micro-USB-Adapter liefert TrekStor noch das Tastaturcover W10a2. Das W10a2 bietet neben dem vollwertigen Keyboard samt Touchpad noch eine Standfunktion für das Tablet. Die eingebauten Magnete im Dock und in der faltbaren Tasche halten das wintron sicher in Position. Als praktisches 2in1-Produkt schützt es das wintron 10.1 pure des Weiteren optimal vor Kratzern, Stößen sowie Schmutz und dient ganz nebenbei auch als Schutzhülle mit stabilem Cover und weichem Kern.

Akku und Ausdauer

Der Akku ist das einzig wirkliche Negativ-Kriterium am SurfTab. Dieser hält zwar bei Dauerbelastung locker einen Arbeitstag von 8 Stunden durch, die Standby-Zeit jedoch hat mich enorm enttäuscht. Lässt man das Tablet ungenutzt und vollgeladen im Standby liegen, ist der Akku nach spätestens vier bis fünf Tagen komplett leer. Dieser Umstand ist jedoch der verwendeten Chip-Architektur zu verdanken. Der Hersteller hatte in diesem Fall wenig Spielraum, da Windows nur mit der hier verwendeten Technologie zurecht kommt. Der verbaute Intel-Atom-Prozessor basiert auf der klassischen PC-Technik, während in Smartphones und Android-Tablets/iPads Prozessoren verwendet werden, die auf der ARM-Technologie beruhen. ARM-Prozessoren sind zwar in der Regel etwas weniger leistungsfähig, verbrauchen im Gegenzug aber wesentlich weniger Energie (vor allem im Standby).

Des Weiteren ist die Ladedauer unterirdisch. Auch dies ist der Intel-Technologie zu verdanken, da das Tablet nur über den leistungsschwachen Mini-USB-Port geladen wird. Dieser stellt von Natur aus wenig Strom bereit, ist aber von Intel, soweit ich weiß, vorgegeben. Das bedeutet im Klartext: Während ein ARM-Tablet in 2 bis 3 Stunden voll aufgeladen ist, braucht das wintron 5 bis 6 Stunden.

Das hier bemängelte Problem dürfte bei allen Atom-Tablets mit Windows am Markt vorkommen. Leider hat Microsoft die ARM-Variante von Windows, namentlich Windows RT, eingestampft, da zu wenig Nachfrage bestand. Windows RT bekam man zuletzt beim Surface 2, das ich hier bereits vorgestellt und getestet habe.

Software

Zur Software lässt sich nicht viel sagen. Das Gerät kommt vorinstalliert mit “Windows 8.1 mit Bing” daher. Wer Windows 8 kennt, wird sich auf Anhieb damit zurechtfinden. Das kostenlose Upgrade auf Windows 10 (wahrscheinlich in der Variante Home) ist ebenfalls möglich.

Softwareseitig spendiert der deutsche Hersteller TrekStor dem wintron 10.1 ein ganzes Jahr Office 365 Personal mit 1 Terabyte Cloud-Speicher über OneDrive. Wer das Wintron 10.1 also als mobilen Arbeitsplatz nutzen möchte, bekommt hier den vollen Funktionsumfang von Word, Excel, PowerPoint und Outlook.

Fazit

Meiner Ansicht nach bekommt man beim TrekStor SurfTab wintron 10.1 pure eine ganze Menge Technik für gerade einmal 260 Euro. Die Verarbeitung des wintron 10.1 fällt überraschend gut aus, die geriffelte Rückseite ist besonders vorteilhaft bei der Nutzung als Tablet. Die Stereo-Lautsprecher liefern einen typischen Tablet-Sound und dienen in Verbindung mit dem scharfen 10-Zoll Display als ideale Voraussetzung für die mediale Unterhaltung mit Film und Co.

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Der Akku ist der Schwachpunkt des Gerätes. Schaltet man das Gerät zwischendurch komplett aus, lässt es sich wesentlich länger nutzen. Nachteil dabei ist die Startzeit, bis das Tablet wieder einsatzbereit ist.

Seitens des Zubehörs kann man bei SurfTab Wintron 10.1 einfach nicht meckern, auch die Kameras sind mehr als ausreichend in dieser Preisklasse. Das Display geht in Ordung, kommt nur leider nicht sonderlich gut mit direkter Sonneneinstrahlung klar. Dennoch ist es im Freien eingeschränkt benutzbar.

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Der Käufer bekommt einen ganzen Haufen an Leistung und Features in einem formschönen und soliden Tablet. Wer am SurfTab wintron 10.1 pure arbeiten möchte, kommt auf seine Kosten. Wer das wintron als Medien-Tablet nutzen möchte, wird ebenfalls gut bedient.


Technische Daten

Hardware

Prozessor (CPU) Intel® Atom™ Quad-Core-Prozessor Z3735F mit bis zu 1,83 GHz
Arbeitsspeicher (RAM) 2 GB
Speicherkapazität 32 GB
Grafikprozessor (GPU) Intel® HD Graphics
Display-Typ Kapazitives 10-Punkt-Multitouch-IPS-Display
Display-Größe 25.7 cm (10.1″)
Bildschirmauflösung 1280 x 800 Pixel
Kamera Front: 2 MP, Rückseite: 5 MP (Autofokus)
Schnittstellen 1 x USB-A 2.0-Buchse, 1 x Micro-USB 2.0-Host-Buchse, Bluetooth® , Kamera, Kartenleser, WLAN, Mikrofon, Stereo-Audio-Out, Tastatur Dock, 1 x Mini-HDMI®
Kartenleser (unterstützte Kartenformate) microSD , microSDHC , microSDXC
G-Sensor Ja
Abmessungen (B x H x T) 254 mm x 165 mm x 11 mm
Gewicht ca. 565 g (nur Gerät / ohne Zubehör)
Art des Gehäuses/ Material Kunststoff
Farbe Schwarz
Lautsprecher stereo

Internetzugang

WLAN IEEE 802.11b/g/n

Sonstiges

Betriebssystem Windows 8.1 mit Bing
Stromquelle Li-Polymer-Akku
Akku laden über USB-Port
Lieferumfang SurfTab® wintron 10.1 pure, Hi-Speed USB 2.0 Kabel (USB-A / Micro-USB), Keyboard W10a, Bedienungsanleitung (Keyboard), Netzteil (100 V – 240 V), Produktsicherheit und rechtliche Hinweise, Kurzanleitung