Sicher in den Urlaub mit dem Reisebus

Pfingsten und auch die Sommerferien stehen vor der Tür. Ob ein kurzer Wochenendtrip oder gleich ein paar Wochen weg: Eine Reise mit der ganzen Familie ist stets ein besonderes Erlebnis. Immer mehr Eltern aus dem deutschsprachigen Raum entscheiden sich für eine Busreise, da die Anfahrt oft einfacher, sicherer und günstiger ist. Um die Zeit gemeinsam mit den Liebsten in vollen Zügen genießen zu können, müssen Eltern schon vor dem Urlaub einiges organisieren, um mögliche Stresssituationen zu vermeiden. Zusätzlich sollten Eltern besonders auf die Sicherheit der kleinen Passagiere während der An- und Abreise mit dem Reisebus achten. Auch wenn strikte Gesetzesvorschriften den Transport der Kids im Auto oder im Flugzeug regeln, fehlen leider verständliche und einheitliche Vorschriften und Anweisungen, wie Kinder in Bussen transportiert werden müssen.

Gesetzliche Lage zum Transport von Kindern im Reisebus

Eine klare Gesetzesregelung gibt es nur in kleineren Bussen mit bis zu neun Sitzplätzen, in denen Dreipunkt-Sicherheitsgurte vorhanden sein müssen. Hier gelten die selben Vorschriften wie bei einer Fahrt mit dem Auto: ein Kindersitz muss für Kinder bis 12 Jahre oder 150 cm verwendet werden. In vielen größeren Bussen und Reisebussen sind – wenn überhaupt – Zweipunk-Gurte eingebaut, womit sich alle Insassen anschnallen müssen. Für diese Busse gibt es keine gesetzliche Regelung, wie Kinder transportiert werden müssen. Jeder Reisebusanbieter macht unterschiedliche Vorschriften was dieses Thema angeht. Bei manchen Anbietern müssen Kinder und Babys, die nicht aufrecht sitzen können, in einen Kindersitz transportiert werden und bei anderen gilt das für alle Kinder bis zu drei Jahren.

So gestaltet Ihr die Reise mit dem Bus für Ihr Kind so sicher wie möglich

“Grundsätzlich empfehlen wir Eltern ihre Schützlinge immer in einem passenden Kindersitz zu transportieren, um die Verletzungsgefahr bei einem möglichen Unfall so gering wie möglich zu halten”, erklärt Professor Dr. med. Peter Biberthaler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Klinikum rechts der Isar in München. Das heißt, auch wenn die Vorschrift der Buslinienanbieter nur bis zu einem gewissen Alter einen Kindersitz fordert, sollte das Kind auf jeden Fall solange es geht in einem Auto-Kindersitz transportiert werden. Eine Fahrt auf dem Schoß der Eltern ist nicht so sicher wie die Verwendung eines Kindersitzes. Eltern, die mit Babys reisen, wird die Verwendung einer Babyschale empfohlen. Diese sollte unbedingt mit dem Beckengurt, wenn vorhanden, befestigt werden. Im Reisebus kommt generell nur die Verwendung eines Kindersitzes in Frage, der mit einem Zwei-Punkt-Gurt hinreichend befestigt werden kann. Dies ist nicht bei allen Auto-Kindersitzen der Fall. Dafür eigenen sich zum Beispiel Sitze wie der Britax Römer Eclipse oder der Maxi-Cosi Mico. Bei Kindern zwischen drei und vier Jahren, wäre zwar die Reise im Bus mit Kindersitzen noch sicherer, jedoch kann man sich auch auf den Beckengurt verlassen. Es wird auf jeden Fall empfohlen, den Reisebusanbieter vorher zu kontaktieren, um das Kind anzumelden und sich zu erkundigen, was die jeweilige Vorschrift des Anbieters ist und ob der eigene Kindersitz mit dem vorhandenen Gurtsystem gesichert werden kann. Auch Kinderwagen müssen in manchen Fällen angemeldet werden. Oftmals bieten Reisebus-Anbieter auch passende Kindersitze für die Fahrt an.

Mehr Tipps und Informationen zum Thema Kindersicherheit gibt es hier bei mir und auf www.kleineheldenlebensicher.de

Quelle: KHLS