Zum heutigen Start: Safer Internet Day 2015 via klicksafe.de

Heute findet bereits zum zwölften Mal der internationale Safer Internet Day statt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem “besseren Internet für Kinder und Jugendliche” und es stehen in diesem Jahr vor allem medienethische Fragen im Fokus. Der internationale Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz steht unter dem Motto „Meine Grenzen im Internet“.

Der jährliche Aktionstag wird von der europäischen Kommission im Rahmen des Safer Internet Programms organisiert. Über 100 Länder beteiligen sich weltweit am Safer Internet Day, um über eine sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung aufzuklären. International organisiert das europäische Netzwerk Insafe  den Safer Internet Day.

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Was sind die Ziele des Safer Internet Day?

 Gemeinsame Bewusstseinsbildung rund um den sicheren Umgang mit digitalen Medien. Es soll gezeigt werden, wie wichtig und sinnvoll Internet, Handy & Co. im täglichen Leben von Kindern und Jugendlichen sind und welche Kompetenzen für eine sichere Nutzung benötigt werden.

 Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende sollen mit greifbaren Informationen und leicht umsetzbaren Tipps unterstützt werden.

 Institutionen, Organisationen, Verbände, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Initiativen und Privatpersonen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene sollen dazu animiert werden, an einer internationalen Kampagne teilzunehmen.

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Hater, Trolle, Shitstorms, Cyber-Mobbing:

Immer wieder ist im Zusammenhang mit dem Social Web von einem „Verlust der Werte“ und „Verrohung der Sitten“ die Rede. Phänomene wie Cyber-Mobbing, Shitstorms und Hass-Seiten sind im Internet weit verbreitet. Sie zeigen, dass technisches Wissen allein im Umgang mit den Medien nicht ausreicht. Es braucht ein relativ stabiles Wertegerüst, um sicher durch die Online-Welt zu navigieren. Sich selbst in den Medien zu präsentieren und eigene Inhalte verbreiten zu können, bedeutet mehr kommunikative Freiheit. Die Internetnutzer tragen jedoch auch mehr Verantwortung: Sie müssen entscheiden, welche privaten Daten sie in der digitalen Welt öffentlich preisgeben. Mit welcher Haltung kommuniziere ich im Internet? Und wie gehe ich hier mit Konflikten um (z.B. mit verletzenden Kommentaren)? Hier sind der persönliche Ethos und die Reflexionsfähigkeit jedes Internetnutzers gefragt.

“Das Internet kennt keine Grenzen, die müssen Online-Nutzer für sich selbst setzen. Und das ist insbesondere für Kinder und Jugendliche eine riesige Herausforderung, denn an wem sollen sie sich orientieren?”, fragt Renate Pepper, Direktorin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Rheinland-Pfalz und für die Koordination der EU-Initiative verantwortlich. Vielen sei schlicht nicht bewusst, dass ein paar achtlos ins Netz gestellte Bilder, Filme oder Kommentare große Wellen schlagen und eine überaus verletzende Wirkung haben können – für sich und für andere. Renate Pepper: „Man muss nicht alles tun, was andere als „gut“ bewerten. Viel wichtiger ist es, eine eigene Haltung zu entwickeln. Und so lautet die entscheidende Frage vielleicht auch nicht ‚Wie kriege ich viele Likes?‘, sondern ‚Warum will ich viele Likes?‘. Hier brauchen vor allem junge Internet-Nutzer Hilfe. Das neue Werte-Navi von klicksafe weist da in die richtige Richtung.“

Die rasante Entwicklung des Internets zieht nach sich, dass die Nutzer ihr Verhalten verändern. Das bedeutet jedoch nicht, dass das gesellschaftliche Wertegerüst nicht mehr gültig wäre. „Im Umgang mit dem Netz gilt vieles heute schon als ‚ganz normal‘, was gestern noch ‚komplett tabu‘ war“, sagt Dr. Jürgen Brautmeier, Vorsitzender der Direktorenkonferenz und als Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) mitverantwortlich für klicksafe. „Die reale und mediale Welt sind längst eng miteinander verwoben. Und natürlich hat die Omnipräsenz der digitalen Medien auch Einfluss auf unsere Einstellungen. Sich auch hier mit den wichtigen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen, fördert das, was wir eine wertebezogene Medienkompetenz nennen: eine entscheidende Fähigkeit vor allem auch im Umgang mit dem Internet. Unterm Strich sollte sich jeder fragen: Grenzenloses Internet – Wie weit gehe ich?“

Pünktlich zum Safer Internet Day veröffentlicht klicksafe sein neues Unterrichtsmodul „Ethik macht klick – Werte-Navi fürs digitale Leben“. Praxisnah, informativ und unterhaltsam bietet das knapp 150 Seiten starke Informationsmaterial Stundenentwürfe und Übungen.

Unter allen Teilnehmern verlost klicksafe diverse Preise. Als Hauptgewinn winkt ein Rap-Workshop zum Thema Medienethik mit Rapper Ben B. von rapartschule.de. Um an der Verlosungsaktion teilzunehmen, senden die Schulklassen einfach Fotos oder Videos ihrer Aktion an klicksafe. Hierzu steht unter klicksafe.de  ein Formular bereit. Des Weiteren steht das Modul auch als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung.

klicksafe hat das Unterrichtsmodul „Ethik macht klick – Wertenavi fürs digitale Leben“ gemeinsam mit dem Institut für digitale Ethik (IDE) an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart entwickelt. Die Veröffentlichung des gesamten Materials erfolgt heute pünktlich zum Start des Safer Internet Day. Nähere Information zur Verlosungsaktion und den Teilnahmebedingungen gibt es auf der klicksafe-Homepage.

„Für ein gelingendes Leben in der digitalen Welt braucht es eine wertebezogene Medienkompetenz. Kern einer solchen Medienkompetenz ist die Befähigung zu medienethischem Reflektieren und Handeln“, meint Prof. Dr. Petra Grimm, Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der Hochschule der Medien Stuttgart. „Der Erwerb dieser Medienkompetenz ist eng mit der Entwicklung und Stärkung der eigenen Persönlichkeit und der Befähigung verbunden, Medien bzw. mediales Handeln zu bewerten, Folgen abzuschätzen und verantwortungsbewusst zu handeln.“


Alle weiteren Infos zum Event auf internationaler Ebene findet man unter: www.saferinternetday.org