Microsofts Schlaumäuse-Initiative im Portrait

Bildung ist ein wichtiges Gut. Neben der Politik ist meiner Meinung nach genauso die Wirtschaft in der Pflicht, sich in diesem Bereich verstärkt zu engagieren. Deshalb finde ich es bemerkenswert, dass sich ein global agierendes Unternehmen wie Microsoft auch abseits monetärer Interessen gesellschaftlich einsetzt und sich mit Projekten wie der Schlaumäuse-Initiative nachhaltig einbringt.

Ich bekam kürzlich die tolle Gelegenheit, exklusiv einige Fragen an Microsoft und die zuständigen Initiatoren rund um die Schlaumäuse-Initiative zu stellen. Im Zuge dessen will ich mit den daraus gewonnenen Informationen an dieser Stelle noch einmal genauer auf das Projekt eingehen und es im Detail vorstellen.

Die Schlaumäuse-Initiative

Die Microsoft Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ unterstützt inzwischen seit elf Jahren 50.000 Pädagogen von rund 11.000 Kindergärten und Grundschulen in ganz Deutschland bei der frühkindlichen Sprachförderung von 5- bis 7-jährigen Kindern. Die ursprüngliche Idee dazu entwickelte Microsoft bereits im Jahr 2003. Ziel des gesellschaftlichen Engagements ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken und dafür gezielt in Bildung zu investieren. Denn Bildung entscheidet heute mehr denn je zuvor über Zukunftschancen – und die Beherrschung der Sprache ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsprozess.

Die Schlaumäuse sind Bestandteil der weltweiten Microsoft-Initiative YouthSpark. Über diese konnten seit 2012 über 200.000 junge Menschen ihre IT-Fähigkeiten und damit einhergehend auch ihre Jobchancen verbessern. In Deutschland wird über dieses Programm das „21st Century Competence Center“ jährlich, als lokaler Partner in Deutschland, von der Microsoft Corporation unterstützt.

Engagement für Kitas und Grundschulen

Die Schlaumäuse-Initiative ist im Bereich „Gesellschaftliches Engagement“ der Microsoft Deutschland GmbH verankert. Die Sprachlernsoftware wird dabei einschließlich zahlreicher Schulungsmaterialien kostenfrei für Kitas und Grundschulen zur Verfügung gestellt. Insbesondere auch durch das Engagement zahlreicher Partner und Förderer aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft konnte die Initiative über die Jahre so erfolgreich etabliert werden. Aktiv werden hierfür Mitarbeiter und Unternehmen aus dem Partnernetzwerk von Microsoft als Förderer eines Kindergartens oder einer Grundschule angesprochen, um sich im Rahmen der Initiative auf lokaler Ebene gesellschaftlich einzusetzen. Die Partner unterstützen dann die Kitas vor Ort durch Hardware-Spenden oder finanzieren die Anschaffung von PCs oder Tablets.

Gemeinsam mit einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages oder einem lokalen Unterstützer, z.B. einem Partnerunternehmen, besucht das Schlaumäuse-Team jedes Jahr ausgewählte Kindertagesstätten und Grundschulen. Primär werden Einrichtungen in der Heimatregion der Schlaumäuse-Förderer vorgeschlagen. Interessierte Kitas und Grundschulen sind aber herzlich eingeladen, sich für eine Teilnahme an der Tour zu bewerben. Microsoft überreicht bei den Besuchen mit einem lokalen Unterstützer das Schlaumäuse-Förderpaket bestehend aus der Sprachlernsoftware und einem Windows-8-Gerät.

Dorothee Bär (MdB), CSU-Bundestagsabgeordnete, beim Besuch von Schlaumäuse-Kindern

Schulung und Weiterbildung für Pädagogen

Sowohl die Kinder als auch die Erzieherinnen und Erzieher erhalten vor Ort eine professionelle pädagogische Einführung zum Umgang mit der Software. Daneben wird den teilnehmenden Einrichtungen durch Experten für E-Learning-Konzepte der Berliner Agentur Helliwood media & education eine Schulung angeboten, in der sie einen vertiefenden Einblick in die Software erhalten und Wissenswertes über die Sprachentwicklung von Kindern erfahren.

Dank eines erweiterten Fortbildungs-Programms konnte die Schlaumäuse-Initiative im Tour-Jahr 2014 mehr Beschäftigte im Erziehungs- und Bildungswesen erreichen als je zuvor. Im Rahmen vieler Termine wurden Chancen und Potenziale von Medien in der frühkindlichen Bildung in Schulungen vor Ort aufgezeigt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen standen nicht nur einer Einrichtung, sondern Interessierten aus der gesamten jeweiligen Region offen.

Pädagogen und Lehrkräfte nehmen bei der Vermittlung von Sprachkompetenzen eine entscheidende Schlüsselrolle ein. Doch nur knapp die Hälfte aller angehenden Lehrer wird während der Ausbildung auf Sprachbildung vorbereitet. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln. Daher leistet die Schlaumäuse-Initiative mit ihren Hilfestellungen einen wichtigen Beitrag zur praxisrelevanten Vorbereitung von Bildungspersonal.

Die Schlaumäuse-Lernsoftware

Das Herzstück der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache” ist eine kostenfreie Software, mit der 5- bis 7-Jährige auch auf touchfähigen, Windows 8 basierten Geräten selbstständig die deutsche Sprache in Wort und Schrift kennenlernen können. Die mit der technischen Umsetzung beauftragte Agentur Helliwood erhielt am 15. September diesen Jahres für die Schlaumäuse-Initiative den FOX AWARD 2014 in Gold in der Kategorie Aus- und Weiterbildung.

Gemeinsam mit den Mäusen Lette und Lingo haben die Kinder eine Mission zu erfüllen: die Welt der Sprache vor dem Wörterwichtel zu retten. Die im November 2012 vorgestellte dritte Version der Schlaumäuse-Software wurde von Didaktikexperten mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität Erfurt entwickelt und ist mit mehreren Bildungspreisen ausgezeichnet worden. Die aktuellste Schlaumäuse-Version steht kostenfrei für Kindergärten und Grundschulen als Windows Store-App für Windows 8, als Desktop-Version zum Download und Nutzung unter Windows 7 sowie als Web-Applikation zur Nutzung im Browser bereit. Außerdem können die Schlaumäuse auch im Elternhaus der Schlaumäuse-Kinder kostenfrei genutzt werden.

Die Schlaumäuse-Software basiert auf Microsoft Technologien und entsprechend ist und bleibt die Nutzung auf diesen optimiert. Eine Benutzung der Software ist für Windows-PCs und -Tablets, jedoch nicht für Smartphones vorgesehen. Die Schlaumäuse können in jedem Browser genutzt werden, so dass sie auch auf anderen Betriebssystem-Plattformen zur Verfügung stehen.

Ende September wurde ein weiteres Update ausgerollt, das eine komplett neue Spielwelt in die Software integriert: Der Lautsprecher. In einem Buchstabenrätsel sucht man vorgeschlagene Wörter (beispielsweise „OMA“) und kombiniert die passenden auflautierten Buchstaben.

Dank des Onlineportals können neue Features und Updates binnen kurzer eingespielt und zum Download zur Verfügung gestellt werden. Dies geschieht in unregelmäßigen Abständen.

Über den Schlaumäuse-Newsletter, der an Kitas versendet wird, die Website www.schlaumaeuse.de und über www.facebook.com/schlaumaeuse werden Interessierte immer auf dem Laufenden gehalten.