Musik-Streaming: Rdio Family Plan und das neue Spotify Family im Vergleich

In der Regel ist es doch so, dass sich vor allem bei multimedialen Internetdiensten mehrere Familienmitglieder ein Benutzerkonto teilen. Es gibt Unternehmen, die unterstützen diese Tatsache aktiv, andere versuchen es schon in den AGB zu unterbinden.

Populäre Beispiele für eine relativ gute Umsetzung wären Netflix oder Xbox Music. So kann man bei Netflix bis zu vier Familienmitglieder in einem Account bündeln, was natürlich eine Menge Geld spart. Nur leider ist die Anzahl der Geräte, die gleichzeitig auf den Video-Streaming-Dienst zugreifen können, je nach Abo auf ein, zwei oder vier Geräte begrenzt. Bei Xbox Music hingegen kann man den Musik-Streaming-Dienst zwar auf bis zu vier Geräten einrichten, aber nur auf einem Gerät effektiv nutzen.

Und nun kommt der bisher erfolgreichste Musik-Streaming-Dienst Spotify mit einer Idee daher, wie man Familien ein wenig mehr Geld aus der Tasche ziehen kann.

Rdio Family Plan

Konkurrent Rdio hat es bereits vorgemacht. Man bezahlt hier erst einmal die volle Summe für den Premium-Zugang. Je nach Familienmitglied lassen sich nun, ähnlich wie bei Netflix, bis zu vier Familienmitglieder zusätzlich hinzubuchen, die dann parallel den Dienst nutzen können. Bei Rdio erhält man ab der zweiten Person 50 Prozent Nachlass. Das bedeutet, bei Rdio zahlt man zuerst 9,99 Euro für die “Unlimited” Option. Für die zweite, dritte, vierte und fünfte Person Person sind dann jeweils 5 Euro zusätzlich fällig. Bei einem fünfköpfigen Haushalt sind dann summa summarum 29.99 Euro im Monat zu zahlen.

Spotify Family

Spotify macht es gleich. Bei Spotify gibt es ebenfalls für jede zusätzliche Person 50 Prozent Nachlass. Das heißt, für den Haupt-Account muss man 9,99 Euro zahlen, der zweite, dritte, vierte und fünfte Nutzer zahlt jeweils 5 Euro zusätzlich. Auch hier stehen am Ende bei einer fünfköpfigen Familie 29,99 Euro pro Monat auf der Rechnung.

Vorteile der Family Option

Jeder zusätzliche Nutzer hat bei beiden Diensten seinen eigenen Premium Account, über den er jederzeit und überall seine Musik abspielen, seine Playlisten verwalten oder individuelle Empfehlungen in Anspruch nehmen kann.

Verfügbarkeit

In Spanien, Frankreich, Portugal, Irland und den Niederlanden gibt es seit gestern Spotify Family. In den kommenden Wochen wird dieses Angebot auch in allen Spotify Märkten verfügbar sein.

Konkurrent Rdio war schneller und hat die Family Option bereits eine geraume Zeit im Angebot, diese ist aber schon jetzt in Deutschland nutzbar.

Fazit

Auf den ersten Blick kann man mit beiden Optionen Geld sparen, doch ausgerechnet der Video-Dienst Netflix zeigt, dass es auch anders gehen kann. Für magere 11,99 Euro im Monat können hier vier Familienmitglieder parallel den Dienst nutzen. Peanuts und ein echtes Schnäppchen im Vergleich zu den Offerten von Rdio und Spotify, bei denen “nur” Musik gestreamt wird.

Wer es braucht und ohnehin schon mehrere Benutzerkonten bei einem der beiden Dienste eingerichtet hat, kann hier also in Zukunft etwas einsparen. Aber meiner Meinung nach muss da noch mehr auf den Kunden zugegangen werden, vor allem in Sachen Preisgestaltung für Familien.

Kleiner Pro-Tipp: Eure Familie hat kein Interesse an Musik-Streaming oder Ihr braucht keine parallelen Zugriffe? Dann teilt Euch doch die Ersparnisse mit ein paar Freunden/Bekannten/befreundeten Familien. Seid Ihr zu fünft, zahlt Ihr am Ende monatlich nur 6 anstatt 10 Euro für den Premium Account.

Update 13. November 2014: Rdio hat nachgezogen und bietet nun die selbe Preis-Struktur wie Spotify. Den Text habe ich entsprechend angepasst, Änderungen sind kursiv hervorgehoben. Zuvor erhielt die zweite Person nur 20 Prozent Nachlass, 50 Prozent gab es erst ab dem dritten zusätzlichen Nutzer.