Sicher am PC: Werbung blocken im Internet Explorer

In dieser Anleitung möchte ich aufzeigen, wie man schnell und einfach mit dem Internet Explorer Werbung bzw. unerwünschte Inhalte blocken kann.

Viele Leute sind ja der Ansicht, man könne mit dem Internet Explorer gar keine Werbung blocken. Das ist schlichtweg falsch.

Es gibt zwei Wege, um Werbung und unerwünschte Inhalte mit den Bordmitteln vom Internet Explorer zu blocken:

Diese Wege eignen sich vor allem auch für den Internet Explorer unter Windows RT, da hier keine Addons (wie Adblock) installiert werden können. Ich rate ohnehin vom Adblock-Addon ab, da hier rechtlich bedenkliche Hintergrundaktivitäten festgestellt werden konnten. In meiner Anleitung beziehe ich mich in erster Linie auf den Internet Explorer 11, der sowohl unter Windows 7 als auch Windows 8 der derzeit aktuellste Browser ist. Allein aus Sicherheitsgründen sollte man immer den aktuellsten Browser einsetzen, da nur hier gewährleistet werden kann, dass man bestmöglich geschützt im Internet unterwegs ist.

 Tracking-Schutz-Listen

  1. Im Internet Explorer den Pfad Extras (alternativ das kleine Zahnrad) -> “Sicherheit” auswählen -> “Tracking Schutz aktivieren”
  2. “Liste für den Tracking-Schutz online abrufen” auswählen

Einfach auf “Hinzufügen” klicken -> fertig. Ich empfehle den Einsatz von der “German EasyList” und der “Tracking-Schutz-Liste PrivacyChoice 2”.

 

Die Zone “Eingeschränkte Sites”

Der Internet Explorer definiert den “Standort” einer Webseite in verschiedene Zonen.

  1. Internet
  2. Lokales Intranet
  3. Vertrauenswürdige Sites
  4. Eingeschränkte Sites

Anhand dieser Zonen kann man die Sicherheitseinstellung konfigurieren. Eine Webseite im lokalen Intranet braucht nicht eine so hohe Sicherheitseinstellung wie eine im Internet. Intranet-Webseiten sind in der Regel vertrauenswürdig. Ebenso kann man Domänen von Intranet/Internet Webseiten in die “Vertrauenswürdige Sites” Zone tun, wo quasi “ein bissen mehr Erlaubt ist” als in der Internet Zone.

“Eingeschränkte Sites” sind hingegen Domänen wo die Sicherheitseinstellungen auf Hoch gestellt sind. Das heißt, dass sehr viele gefährliche Sachen wo potentielle Sicherheitsrisiken für den Benutzer bestehen, in dieser Zone deaktiviert werden.

So gelingt man zu den “Eingeschränkten Sites”:
Extras -> Internetoptionen -> Register “Sicherheit” auswählen -> Eingeschränkte Sites

Hier fügt man die URLs (z.B. https://dads-finest.de) ein. Dies geschieht über den Button “Sites“.
Dort gelangt man zu einem kleinen Fenster, wo man die Adressen der Webseiten, die Eingeschränkt dargestellt werden sollen, hinzufügen bzw. entfernen kann.
Ich empfehle, die Webseiten immer nach dem Schema “.domain.tld” hinzuzufügen.

Beispiel:

Durch den Punkt (.) vor der Domäne sorgt man dafür, dass auch “Sub Domains”“ bzw. “Unter Domänen” geblockt werden. Ebenso wird dadurch die eigentliche Domäne (z.B. kiddin.de) geblockt. So kann man aber auch definieren, eben nur Teile von der Domäne blockiert werden.

Beispiel:

Was bringt das Hinzufügen solcher Domänen in die “Eingeschränkte Sites” Zone eigentlich?
Wie findet man solch eine Domäne heraus?

Was bringt das Hinzufügen einer Domäne in die “Eingeschränkten Sites”?
Da in den “Eingeschränkten Sites” eine höher angesetzte Sicherheitsrichtlinie besteht, wird der Inhalt dieser Seiten nicht auf den Seiten dargestellt, in denen die Werbung bzw. der unerwünschte Inhalt sein sollte. Das bedeutet, der Internet Explorer verbietet diesen Webseiten ihre Inhalte auf anderen Webseiten darzustellen. Diese Inhalte können z.B. Werbung sein.

Wie findet man solch eine Domäne heraus?
Da die meiste Werbung in Form von Adobe Flash bzw. Bildern dargestellt wird, muss man lediglich herausfinden, von welchem Server das Adobe Flash Steuerelement bzw. das Bild stammt.

Bei Bildern macht man einfach einen Rechtsklick auf das Bild und wählt dann Eigenschaften aus.
Dort sieht man dann bei “Adresse (URL)” die Adresse, woher das Bild stammt. Man markiert einfach die Domain (hier Fett markiert)…
http.//dads-finest.kiddin.de/img/2/graphic.jpg
…und fügt diese dann in die “Eingeschränkte Sites” Zone ein.

Bei Flash geht man auf ähnliche Art vor. Man macht einen Rechtsklick auf das Flash Steuerelement, klickt dann auf Eigenschaften und wählt das Icon aus, wo “das Auge im Bildschirm” ist. Symbolisieren soll das laut Adobe den “Zugriffsschutz”. Darunter sieht man die Domäne, die man zu den “Eingeschränkten Sites” hinzufügen muss.

Manchmal kommt es aber vor, dass das Feld “Eigenschaften” im Kontextmenü von dem Adobe Flash Steuerelement ausgegraut ist. Daher muss man über die Entwicklerwerkzeuge vom Internet Explorer die Domäne herausfinden.
Dazu öffnet man diese einfach mit F12 bzw. man klickt auf Extras und wählt Entwicklertools aus.

In dem neuen Fenster, den Entwicklertools, klickt man dann unten links auf HTML (sollte bereits ausgewählt sein) und dann auf den Mauszeiger. Mit dem Mauszeiger klickt man dann das Adobe Flash Steuerelement an, wo einem dann die Passage des Quellcodes markiert wird, wo das Adobe Flash Steuerelement zu finden ist. Anhand dieser Passage sucht man sich die “Embedded Source” (Einbettungsquelle – Ursprung des Adobe Flash Steuerelements) aus. Hat man diese gefunden, fügt man einfach die Domäne nach dem beschriebenen Muster in die “Eingeschränkte Sites” Zone ein.

Hoover-Links, also Wörter, die als Link dargestellt werden, die beim Überfahren mit der Maus ein kleines Werbefenster innerhalb der Webseite öffnen.
Diese kann man entfernen, indem man mit der Maus über solch einen Link fährt, und dann auf das kleine Werbefenster Rechtsklick -> Eigenschaften macht. Allerdings muss manauf die richtige Stelle Rechtsklick -> Eigenschaften machen.
Manchmal wird die selbe Adresse angezeigt, auf der man diese Werbung sieht. Daher muss man es an ein paar verschiedenen Stellen ausprobieren.

Manchmal hilft es auch, wenn man absichtlich zur Seite der Werbung wechselt, um diese Domäne zu den “Eingeschränkten Sites” hinzuzufügen.