Musik Tipp zum Wochenende: Jungle

Die Musik von Jungle beschreibt die Musikpresse mit Vergleichen zu Daft Punk, ihren Sound als einen Mix aus Funk und Soul, Disco und R&B.

Jungle machen vor allem urbane, postmoderne Pop-Musik mit betont lässigem Groove, der in krassem Gegensatz zu den Texten steht. Auch in ihren Videos wird dieser Widerspruch deutlich. So wurden Jungle Ende 2013 mit dem Song “The Heat” und einem zugehörigen Video zum YouTube-Phänomen. In dem Clip treten zwei Streetdancer mit Rollschuhen auf, die durch eine Tiefgaragen-Szenerie tanzen. Der dazu gesungene Text widerspricht dabei der zur Schau getragenen Slickness der Musik: “I can’t feel the heat/ Don’t let it catch ya”, heißt es da, oder: “Get up/ Deliver/ Don’t you give up/ Hell no get up!”. Jungle steht für Großstadtdschungel, das Gesetz der Straße, die Leistungsgesellschaft, Karrieredruck und Konkurrenz. Und “The Heat” ist Gangster-Slang für Gefahr / Polizei ist dir auf den Fersen, fall’ bloß nicht hin!

Als Reaktion auf den allgegenwärtigen Leistungsdruck produzierte das Londoner Duo Jungle ein lässiges Album mit Discofunk-Einschlag, das erst gestern veröffentlicht wurde. Schon in ihrer Jugend begannen Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland, kurz J und T, Musik zu machen. Und genauso wie ihre Vorbilder Daft Punk oder Gorillaz verstecken sie sich hinter ihrer Musik, bleiben anonym, um nicht erkannt zu werden und ihre “Egos in Schach zu halten”. Damit sie nicht den Fokus verlieren auf das, was ihnen wichtig ist – ihre Musik und die Sachen, die sie mit ihr sagen wollen.

Tracklist “Jungle”:

  1. The Heat
  2. Accelerate
  3. Busy Earnin
  4. Platoon
  5. Drops
  6. Time
  7. Smoking Pixels
  8. Julia
  9. Crumbler
  10. Son Of A Gun
  11. Lucky I Got What I Want
  12. Lemonade Lake

Website der Band: www.junglejunglejungle.com